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fracto — Stück für Stück
Der Garten des Paradieses
Werkstatt von Hieronymus Bosch — um 1500–1520. Ein merkwürdiger Brunnen steht in der Mitte dieses Paradiesgartens: Schmale Stützen, Schalen und ein turmartiger Aufbau verbinden sich zu einer A
Wie organisiert der Fantasiebrunnen die vielen kleinen Szenen?
Schalen und schlanke Stützen bilden einen ungewöhnlichen Brunnen in der Mitte, um den Menschen, Tiere, Wasser und Felsen verteilt sind.
Ein merkwürdiger Brunnen steht in der Mitte dieses Paradiesgartens: Schmale Stützen, Schalen und ein turmartiger Aufbau verbinden sich zu einer Architektur, die wie gewachsen wirkt. Rechts kniet eine nackte Frau vor einer bekleideten Gestalt; links liegt ein Mann am Boden. Weitere kleine Menschen und Tiere verteilen sich zwischen Wasser, Felsen und einer bläulichen Ferne. Die vertrauten Elemente einer Landschaft gehen dadurch in eine erfundene Welt über. Das Art Institute schreibt die um 1500 bis 1520 entstandene Tafel der Werkstatt von Hieronymus Bosch zu. Diese Unterscheidung bewahrt den Zusammenhang mit Boschs Bildsprache, ohne die Ausführung sicher seiner eigenen Hand zuzuweisen. Im kleinen Format stehen die einzelnen Szenen dicht nebeneinander. Besonders der Wechsel zwischen fein gezeichneten Lebewesen und großen, bizarren Felsformen lädt zum langsamen Entdecken ein.
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