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fracto — Stück für Stück
Tor der zwei Deva-Könige
Katsushika Hokusai — 1781–1789. Das rot gefasste Tempeltor erhebt sich über einer lebhaften Menge. Besucher gehen durch seine Öffnungen, stehen in Gruppen zusammen oder bewegen
Wie erzeugen Tor und Dach räumliche Tiefe?
Die roten Torpfosten stehen unter einem breiten grünen Dach; zurückweichende Dachkanten und kleiner werdende Figuren ordnen den Raum.
Das rot gefasste Tempeltor erhebt sich über einer lebhaften Menge. Besucher gehen durch seine Öffnungen, stehen in Gruppen zusammen oder bewegen sich zwischen den Verkaufsständen im Vordergrund. Hokusai zeigt das Tor der zwei Deva-Könige am Kinryūzan-Tempel in einer frühen Arbeit, die er noch mit dem Künstlernamen Katsukawa Shunrō signierte. Der Titel bezeichnet sie als uki-e, als Perspektivbild. Die schrägen Dachkanten und die nach hinten enger werdenden Abstände zwischen den Figuren helfen, den Platz räumlich zu ordnen. Gleichzeitig bleibt das große grüne Dach eine fast waagerechte Farbfläche, die den Bildraum zusammenhält. Rechts setzt eine höher aufragende Pagode die Architektur fort. Das Blatt verbindet die eindrucksvolle Ordnung eines Tempelbaus mit den vielen kleinen, unregelmäßigen Bewegungen seiner Besucher.
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