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fracto — Stück für Stück
Jean Siméon Chardin
Werke von Jean Siméon Chardin: Bildaufbau, Technik und Hintergrund, mit passenden Puzzles.
Jean Siméon Chardin machte einfache Dinge, Licht und sorgfältige Anordnung zu stillen Bildereignissen.
Wie überschreitet der Griff die Tischkante?
Der Griff überschreitet im Bild die Tischkante und verstärkt die Raumillusion.
Eine weiße Decke fällt in großen Falten über einen Tisch, auf dem Brot, ein gefülltes Glas und Reste einer Mahlzeit stehen. Ein anderes Glas ist umgestürzt, und der Messergriff ragt über die vordere Kante hinaus. Jean Siméon Chardin greift damit Anordnungen aus niederländischen und flämischen Stillleben auf, gibt den Dingen aber viel ruhigen Abstand. Besonders ungewöhnlich ist die ursprüngliche Verwendung des Gemäldes: Es diente als Schirm vor einer Kaminöffnung. In Bodennähe aufgestellt, sollte es den Eindruck eines in den Kaminraum zurückgesetzten Tisches erzeugen. Das um 1731 bis 1732 gemalte Bild arbeitet also auch mit räumlicher Täuschung. Die helle Decke zieht Aufmerksamkeit an, während der kleine Behälter am Boden und die dunkle Umgebung die Tischform fest verankern.
Malerei, Druckgrafik und weitere Bildwelten: nach Epoche, Künstler, Thema oder Region auswählen, die Hintergründe kennenlernen und als Puzzle erschließen.
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