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fracto — Stück für Stück
Berthe Morisot
Werke von Berthe Morisot: Bildaufbau, Technik und Hintergrund, mit passenden Puzzles.
Berthe Morisot machte Licht, Alltag und sichtbare Malspuren zu ihrem Thema.
Wie bleibt die Spiegelung der Frau offen?
Die lockere Malerei lässt die Spiegelung der Frau offen.
Eine Frau ist von hinten dargestellt und hebt die Hand an ihr hochgestecktes Haar. Ohrringe und ein dunkles Samtband am Hals gehören noch zu ihrer Ballkleidung. Berthe Morisot zeigt den Augenblick danach, am eigenen Toilettentisch. Ihr heller Pinselstrich verbindet das Kleid mit der blumig gemusterten Umgebung; Konturen lösen sich besonders an Schulter und Ärmel in kurze Farbbewegungen auf. Links steht der Spiegel, doch sein Bild bleibt undeutlich. So entsteht kein zweiter klarer Blick auf das Gesicht. Morisot setzt ihre Signatur ausgerechnet an den unteren Spiegelrand. Das zwischen 1875 und 1880 entstandene Gemälde wurde 1880 in der fünften Impressionistenausstellung gezeigt. Die häusliche Szene wird durch ihre offene Malweise zu einer Beobachtung des modernen Pariser Lebens.
Welche Gegenstände liegen neben der Lesenden im Gras?
Das Kleid fängt Licht und grünliche Schatten auf.
Morisot zeigt ihre Schwester Edma beim Lesen auf einem Tuch in der Wiese. Der Museumsdatensatz nennt den abgelegten Sonnenschirm und Fächer; im Röntgenbild waren die Augen zunächst direkt auf die Betrachtenden gerichtet. Jetzt sind sie auf das Buch gesenkt. Weißes Kleid und helle Blumenpunkte verbinden die Figur mit der Umgebung, doch die raschen, sichtbaren Pinselzüge halten Fläche und Stoff in Bewegung.
Malerei, Druckgrafik und weitere Bildwelten: nach Epoche, Künstler, Thema oder Region auswählen, die Hintergründe kennenlernen und als Puzzle erschließen.
Noch kein Bild gelöst.
Hier erscheinen die abgeschlossenen Puzzles.
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